Wer eine Steinreinigung plant, stößt schnell auf Fachwörter: Kunstharzfuge, Hydrophobierung, Flächenreiniger, Zementschleier. In diesem Glossar Steinreinigung haben wir 40 Begriffe kurz erklärt, so wie wir sie auch bei einer Besichtigung vor Ort erklären würden. Sortiert ist nach Themen, damit Sie beieinander finden, was zusammengehört.
Die Erklärungen stammen aus der Praxis von PowerClean Hauer in Meckenheim, wo Franz Hauer seit 2006 Außenflächen reinigt (mehr über unseren Betrieb). Spielt ein Begriff bei Ihrer eigenen Fläche eine Rolle, hilft meist ein Blick auf die verlinkte Leistung oder den passenden Ratgeber. Bleiben danach Fragen offen, nutzen Sie die Anfrage über die Kontaktseite oder rufen Sie uns an.
Beläge und Materialien
- Betonpflaster
- Der häufigste Belag für Einfahrten, Höfe und Wege. Viele Steine haben oben eine feine, farbige Vorsatzschicht, die ein zu harter Strahl abträgt. Wie wir das vermeiden, steht bei der Stein- und Pflasterreinigung.
- Verbundpflaster
- Betonpflaster mit verzahnter Form, etwa als Doppel-T-Stein, damit sich die Steine gegenseitig halten. Durch die verwinkelte Form ist der Fugenanteil hoch, und genau dort sammeln sich Schmutz und Moos.
- Klinkerpflaster
- Pflaster aus gebranntem Ton, sehr dicht und hart. Weil Klinker wenig Wasser aufnimmt, sitzt Grünbelag eher in den Fugen als im Stein, und die Fuge ist beim Reinigen der empfindliche Teil.
- Waschbeton
- Beton, bei dem die oberste Zementschicht ausgewaschen wurde, sodass die Kiesel sichtbar sind. Schmutz sitzt in den Zwischenräumen, und ein zu naher Strahl kann einzelne Steinchen lockern.
- Feinsteinzeug
- Keramische Platten, sehr heiß gebrannt und dadurch fast porenfrei. Schmutz bleibt auf der Oberfläche und lässt sich gut lösen, eine Imprägnierung ist meist unnötig. Mehr dazu unter Terrassenreinigung.
- Sandstein
- Ein weiches, poröses Sedimentgestein, das Wasser aufnimmt und gern grün wird. Hochdruck kann die Oberfläche aufrauen, darum braucht es ein schonendes Verfahren wie bei der Natursteinreinigung.
- Polygonalplatten
- Unregelmäßig gebrochene Platten, oft aus Quarzit oder Porphyr, verlegt wie ein Mosaik. Die breiten Mörtelfugen reißen mit den Jahren. Pflegetipps gibt der Ratgeber Naturstein draußen reinigen und pflegen.
- Kopfsteinpflaster
- Pflaster aus Natursteinen mit gewölbter, unebener Oberseite, meist Basalt oder Granit. Weil der Fugenanteil groß ist, gehört das Neuverfugen nach der Reinigung fast immer mit zur Planung.
Verschmutzungen und ihre Ursachen
- Grünbelag
- Sammelbegriff für grüne Beläge aus Algen, Moos und ersten Flechten. Er wächst dort, wo Flächen lange feucht bleiben: im Schatten, auf Nordseiten, unter Bäumen. Die Unterschiede erklärt der Ratgeber Grünbelag, Moos und Flechten.
- Algen
- Einfache Organismen, die nur Licht, Feuchtigkeit und etwas Staub brauchen. Auf Pflaster machen sie Flächen rutschig, auf Fassaden bilden sie grüne Schleier, die sich vergleichsweise gut entfernen lassen.
- Moos
- Kleine Pflanzen ohne echte Wurzeln, die sich mit Haftfäden in Fugen festhalten und dort Wasser speichern. Wann das Entfernen am meisten bringt, steht im Ratgeber zur besten Jahreszeit für die Steinreinigung.
- Flechten
- Eine Lebensgemeinschaft aus Pilz und Alge, die als graue, gelbliche oder schwarze Flecken flach auf dem Stein wächst. Nach der Reinigung bleiben manchmal helle Abdrücke, die erst mit der Zeit verblassen.
- Ausblühungen
- Weiße Schleier auf Beton und Mauerwerk, wenn Wasser gelöste Salze und Kalk an die Oberfläche trägt. Bei neuem Pflaster sind sie häufig und verschwinden oft durch Regen von selbst. Auf säureempfindlichem Stein ist bei Reinigern dagegen Vorsicht nötig.
- Zementschleier
- Ein dünner grauer Zementfilm, der nach dem Verlegen oder Verfugen zurückbleibt und die Platten stumpf macht. Entfernt wird er mit einem sauren Spezialreiniger, das gehört zur Sonderreinigung.
- Ölflecken
- Öl zieht schnell in die Poren von Beton und Naturstein ein. Alte, tief eingezogene Flecken werden deutlich heller, verschwinden aber nicht immer ganz. Mehr im Ratgeber Ölflecken auf Pflaster entfernen.
- Rostflecken
- Orange bis braune Flecken durch Metallmöbel, Geländer, eisenhaltigen Dünger oder Eisen im Stein selbst. Nötig sind Reiniger, die das Eisenoxid lösen, siehe Ratgeber Rostflecken auf Stein.
- Graffiti
- Sprühlack, der in offenen Putz und Naturstein tiefer eindringt als in glatten Klinker. Auf porösem Material kann nach der Reinigung ein leichter Schatten bleiben. Mehr im Ratgeber Graffiti entfernen.


Verfahren und Technik
- Hochdruckreinigung
- Reinigung mit gebündeltem Wasserstrahl unter hohem Druck. Auf Beton oder Granit wirksam, auf weichem Sandstein, Putz oder alten Fugen riskant. Den Vergleich zieht der Ratgeber Hochdruck, Niederdruck oder Heißwasser.
- Niederdruckreinigung
- Ein aufgetragenes Reinigungsmittel löst den Belag, danach wird mit geringem Druck abgespült. Das passt zu Putzfassaden, Dachziegeln und weichem Naturstein, braucht aber Einwirkzeit.
- Heißwasserreinigung
- Reinigung mit erhitztem Wasser, mit oder ohne Hochdruck. Heißes Wasser löst Fett, Öl und Kaugummi besser als kaltes und braucht oft weniger Reinigungsmittel, siehe Heißwasserreinigung.
- Flächenreiniger
- Ein Aufsatz mit rotierenden Düsen unter einer runden Haube. Das Wasser bleibt unter der Haube, statt an Hauswand oder Fenster zu spritzen, und das Ergebnis wird gleichmäßig ohne Streifen.
- Rotordüse
- Eine Düse, deren Punktstrahl kreist und mit viel Kraft auftrifft. Sie ist für hartnäckige Stellen auf robustem Material gedacht, für Fugen oder weichen Stein meist zu grob.
- Teleskoplanze
- Eine ausziehbare Lanze, mit der sich Fassaden vom Boden aus erreichen lassen. Damit reinigen wir ohne Gerüst; wie das abläuft, steht bei der Fassadenreinigung.
- Musterfläche
- Ein kleines Stück Ihrer Fläche, das wir vorab probeweise reinigen. So sehen Sie das Ergebnis auf Ihrem eigenen Stein, bevor Sie entscheiden. Auf Wunsch ist die Musterfläche kostenlos.
- Saurer Reiniger
- Mittel gegen mineralische Ablagerungen wie Zementschleier, Kalk oder Rost. Auf Marmor, Kalkstein oder Travertin greift er die Oberfläche an, deshalb prüfen wir vorher, welcher Stein verlegt ist.
- Alkalischer Reiniger
- Mittel gegen fettige und organische Verschmutzungen wie Öl oder Grünbelag. Er wirkt eine Weile ein und wird danach gründlich abgespült, damit keine Rückstände bleiben.
Was ist bei Ihrer Fläche möglich?
Musterfläche auf Wunsch kostenlos
Fugen und Schutz
- Fugensand
- Feiner Sand, lose in die Fugen gekehrt. Er ist günstig, wird aber ausgespült und bietet Unkraut ein gutes Keimbett. Alternativen zeigt der Ratgeber Fugenmaterial im Vergleich.
- Fugensplitt
- Gebrochenes Gestein in feiner Körnung für breitere Fugen. Die kantigen Körner verkeilen sich besser als runder Sand, ganz verhindern lässt sich Unkraut damit aber nicht.
- Kunstharzfugenmörtel
- Kunstharz verklebt die Körner nur an den Berührungspunkten, sodass feine Hohlräume bleiben. Die Fuge ist fest und trotzdem wasserdurchlässig, und Unkraut findet kaum Halt. Er braucht einen tragfähigen Unterbau und darf beim Aushärten nicht verregnen.
- Zementgebundener Fugenmörtel
- Harter Fugenmörtel auf Zementbasis, der kaum Wasser durchlässt. Er passt zu Belägen, die fest auf Mörtel verlegt sind; auf beweglichem Unterbau reißt er, und durch die Risse gelangt Wasser unter die Platten.
- Fugen ausräumen
- Das Entfernen alter Fugenfüllung samt Moos und Wurzeln, damit neues Material tief genug hineinkommt. Beides übernehmen wir bei den Fugenarbeiten.
- Imprägnierung
- Ein Schutzmittel, das in die Poren einzieht und Wasser und Schmutz abweist, ohne einen Film zu bilden. Die Wirkung lässt nach einigen Jahren nach. Mehr unter Imprägnierung von Stein, Fassade und Dach.
- Hydrophobierung
- Fachwort für eine wasserabweisende Imprägnierung: Regen perlt ab, statt einzuziehen. Ob sich das lohnt, klärt der Ratgeber Pflaster imprägnieren.
- Versiegelung
- Eine Beschichtung, die einen geschlossenen Film auf der Oberfläche bildet. Sie kann bei Nässe rutschig werden und sich ablösen, draußen ist eine Imprägnierung meist die bessere Wahl.
Vorher
NachherFassade und Dach
- Wärmedämmverbundsystem
- Dämmplatten mit dünner Putzschicht, kurz WDVS. Die Oberfläche kühlt nachts stark ab, Tauwasser schlägt sich nieder, und Algen wachsen gern. Mehr im Ratgeber Grüne Fassade: warum Algen auf Putz wachsen.
- Mineralputz
- Putz auf Basis von Kalk oder Zement, der Feuchtigkeit aufnimmt und wieder abgibt. Anfangs ist er stark alkalisch, was Algen eine Zeit lang bremst; gereinigt wird er mit schonendem Strahl.
- Spritzwasserzone
- Der untere Bereich einer Fassade, an den Regen Erde und Schmutz hochspritzt. Hier zeigen sich Grünbelag und Verfärbungen oft zuerst. Ein Kiesstreifen am Haus mildert das, weil weniger Erde an die Wand spritzt.
- Betondachstein
- Dachstein aus eingefärbtem Beton mit rauer Oberfläche, auf der Moos gut hält. Mit den Jahren verwittert die Farbschicht. Wie wir Dächer reinigen, steht bei der Dachreinigung.
- Tondachziegel
- Gebrannter Ziegel, oft mit Engobe oder Glasur. Glasierte Ziegel sind glatt und bewachsen langsamer, Moos sammelt sich vor allem in den Überlappungen, und ein zu harter Strahl kann die Oberfläche angreifen.
- Dachbeschichtung
- Ein Farbanstrich, meist auf Betondachsteinen, der keine Reparatur ersetzt. Ob Reinigung reicht oder ein neues Dach sinnvoller ist, klärt der Ratgeber Dachreinigung oder neues Dach.

Fehlt Ihnen ein Begriff, oder passt eine Erklärung nicht zu dem, was Sie auf Ihrer Fläche sehen? Dann sagen Sie es uns. Einen Überblick über alle Arbeiten finden Sie unter unsere Leistungen, ausführlichere Texte zu einzelnen Themen in der Übersicht aller Ratgeber.
